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Herzkatheter Untersuchung

Herzkatheter – Symptome einer Durchblutungsstörung des Herzen können Herzrhythmusstörungen, eine unerklärliche Luftnot und Schmerzen im Brustkorbbereich, insbesondere bei Belastung und/oder mit Ausstrahlung in den linken Arm, in den Hals bis zum Unterkiefer oder in den Oberbauch, sein. Sollten solche Symptome vorliegen und gegebenenfalls mit Zeichen einer Durchblutungsstörung in einem Belastungstest (zum Beispiel Belastungs-EKG, Myokardszintigrafie, Kardio-MRT) verbunden sein, so sollte die Untersuchung der Herzkranzgefäße (Koronarien) eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden.
Zur Herzkatheteruntersuchung wird nach örtlicher Betäubung eine Arterie im rechten Handgelenk oder im Bereich der Leiste punktiert und einen dünner Plastikschlauch zu den Herzkranzgefäßen vorgeführt. Diese sind dann durch Gabe von Kontrastmittel im Röntgenbild darstellbar. Hierdurch lassen sich sicher Ablagerungen in den Gefäßen und daraus resultierende Engstellen darstellen. Ablagerungen mit leichtgradigen bis maximal mittelgradigen Engstellen werden mit Medikamenten behandelt (ASS 100 mg und Statintherapie zur Senkung der Blutfette).

Fallbeispiele

Normalbefund
Die Bilder zeigen ein Herz mit Normalbefund.
Koronarsklerose
Ablagerungen mit leichtgradigen bis maximal mittelgradigen Engstellen werden mit Medikamenten behandelt (ASS 100 mg und Statintherapie zur Senkung der Blutfette).
Stent
Sollten vereinzelt hochgradige Engstellen gesehen werden, so können diese in der Regel während der gleichen Sitzung mit einem Ballon aufgedehnt werden (PTCA) und mit einem Stent versorgt werden (ein Stent ist eine Gefäßstütze, die aussieht wie ein aufgewickelter Maschendrahtzaun). Solch ein Stent braucht 6 Monate, um in die Gefäßwand einzuwachsen und von Gefäßinnenhaut komplett bedeckt zu werden. In dieser Zeit ist die zusätzliche Gabe eines weiteren Hemmers der Blutplättchen (zum Beispiel Clopidogrel 75 mg) für 6 Monate erforderlich.
Bypassindikation
Sollten zahlreiche Engstellen zu sehen sein oder diese mittels Stent nicht mehr gut zu behandeln sein, muss die Durchblutung des Herzmuskels durch eine Bypassoperation wiederhergestellt werden. Als Bypassmaterial verwendet der Herzchirurg in der Regel Arterien auf der Innenseite des Brustkorbs und oberflächliche Beinvenen. Die Anmeldung zur Bypassoperation führen wir nach ihrer Untersuchung durch. Wir haben eine direkte Datenleitung aus dem Herzkatheterlabor in das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Wir können sie aber auch in jede andere Herzchirurgischen Klinik schicken.

Planung und Durchführung von Herzkatheteruntersuchungen

Herzkatheteruntersuchungen für Patienten aus der Praxis für Lunge, Herz und Schlaf werden durch uns im Evangelischen Krankenhaus Bethel (Gilead 1) durchgeführt. Zur Vorbereitung erfolgen eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, die Anfertigung eines Röntgenbildes der Lunge, eine Blutabnahme und eine ausführliche Aufklärung über die Art und Durchführung der anstehenden Untersuchung. Ziel soll es sein, den Patienten nicht nur möglichst optimal zu informieren sondern mögliche Risiken im Vorfeld zu identifizieren und gegebenenfalls darauf zu reagieren.

Herzkatheteruntersuchungen werden sowohl über die Handgelenksarterie als auch Leistenarterie durchgeführt. In der Regel wird die Untersuchung über die Handgelenksarterie durchgeführt. Die Durchführung der Untersuchung über die Handgelenksarterie ist ein sehr elegantes und für den Patienten schonendes Verfahren. Nachteilig ist der geringe Durchmesser der Handgelenksarterie (ca. 2-3 mm), was die Untersuchung in seltenen Fällen nicht durchführbar machen lässt. Bei Patientenwunsch oder medizinischen Erfordernissen wird die Untersuchung über die Leistenarterie durchgeführt.

Zur optimalen Vorbereitung der Patientin gehört neben den oben genannten Punkten eine optimale medikamentöse Vorbereitung. Eine Herzkatheteruntersuchung wird nüchtern durchgeführt (dies bedeutet, am Untersuchungstag darf der Patient morgens nichts essen und nichts trinken). Lediglich seine Medikamente soll der Patient mit einem kleinen Schluck Wasser auch am Untersuchungstag einnehmen.

Ausnahmen hiervon sind: bei Behandlung eines Diabetes mellitus:
  • Metformin: 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Herzkatheteruntersuchung Pausieren
  • Andere blutzuckersenkende Medikamente: am Untersuchungstag Pausieren
  • Insulin: am Untersuchungstag Pausieren
Bei Einnahme von Blurverdünnern:
  • Marcumar und neue blutverdünnende Medikamente („NOAK´s, z.B. Apixaban (Eliquis), Rivaroxaban (Xarelto), Dabigatran (Pradaxa) und Edoxaban (Lixiana)) Die Dauer des Pausierens des Medikamentes vor Herzkatheteruntersuchung wird vom Arzt individuell festgelegt
Das zur Herzkatheteruntersuchung verwendete Kontrastmittel wird über die Nieren wieder ausgeschieden. Damit die Niere hierzu genug Flüssigkeit zur Verfügung hat, empfehlen wir unseren Patienten, am Tag vor und am Tag nach der Untersuchung 1 l mehr zu trinken in Form von Wasser oder Tee, als sie normalerweise trinken (Ausnahme: hochgradige Herzschwäche, hochgradige Herzklappenerkrankungen: ½ l mehr am Tag vor und am Tag nach der Untersuchung). Die Herzkatheteruntersuchungen werden ambulant durchgeführt, sofern kein Gefäß aufgedehnt und mit einem Stent versorgt werden muss (oder andere medizinische Probleme einen stationären Aufenthalt erforderlich machen). Die Patienten können dann in der Regel am gleichen Tag zwischen 14:00 und 17:00 Uhr wieder nach Hause entlassen werden. Der Transport nach Hause sollte durch Angehörige mittels Auto oder durch ein Taxi erfolgen. Die Patienten sollten am Untersuchungstag zu Hause zu bleiben. Nach einer Herzkatheteruntersuchung über die Handgelenksarterie muss der rechte Arm geschont werden, eine Bettruhe ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Sollte ein Gefäß aufgedehnt werden müssen, so verlängert sich der Aufenthalt auf 1-2 Tage im Krankenhaus.

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